Man muss umdenken, um das ganze Potenzial zu nutzen<\/strong><\/span><\/p>\nIm Sondermaschinenbau sind eigentlich alle Maschinen Prototypen, die aber funktionieren m\u00fcssen. Bei Design- oder Fertigungsfehlern oder wenn der Programmierer an der Maschine besch\u00e4ftigt ist und an einer Stelle ein weiteres Teil ben\u00f6tigt, muss er jetzt nur noch ein paar Stunden statt mehrerer Tage oder sogar Wochen warten, bis er das gew\u00fcnschte Teil erh\u00e4lt. Das wirkt sich immens auf das time-to-market aus \u2013 aber auch auf die Mitarbeitermotivation.<\/span><\/p>\nDie Teile haben dabei \u00e4hnliche Eigenschaften wie Fertigungsteile aus Carbon, kosten jedoch nur 1\/3 und k\u00f6nnen mannlos \u00fcber Nacht oder \u00fcbers Wochenende produziert werden. Komplizierte Fr\u00e4steile und Spannvorrichtungen f\u00fcr unsere CNC-Fr\u00e4smaschinen werden \u00fcber Nacht gedruckt. \u201eWir produzieren damit auch Abstandshalter und Montagelehren f\u00fcr unsere Mitarbeiter. So wird die Fr\u00e4sabteilung entlastet und kann sich auf das Kerngesch\u00e4ft konzentrieren\u201c, sagt Elmar Daubenmaier, der zudem die Funktion als technischer Leiter innehat.<\/span><\/p>\nF\u00fcr die Vakuum-Greifer der Leiterplatten-Roboter werden gr\u00f6\u00dfere Bauteile ben\u00f6tigt, als der 3D-Drucker in einem St\u00fcck drucken kann. Hier hat die Konstruktion zwei L\u00f6sungen gefunden: Entweder wird das Teil in drei kleinere Teile aufgeteilt passgenau verschraubt oder wie Puzzleteile ineinander gesteckt. \u201eBei den formschl\u00fcssigen Verbindungen waren wir \u00fcberrascht, wie pr\u00e4zise sie aus dem Drucker kommen. Hier ist selten Nacharbeit am CAD Modell n\u00f6tig\u201c, sagt Elmar Daubenmaier.<\/span><\/p>\n\u201eWir haben eine Schwei\u00dfmaschine f\u00fcr Schaumstoffprofile entwickelt. Alle Matrizen, die f\u00fcr diese Profile ben\u00f6tigt wurden, haben wir gedruckt. Eine konventionelle Herstellung w\u00e4re ein Vielfaches teurer gewesen.\u201c Sogar eine Gie\u00dfform, um Teile einer Absaugung mit Kunstharz zu beschichten, wurde komplett gedruckt. Zudem werden diverse andere hochkomplexe Komponenten einer ausgekl\u00fcgelten Maschinenabsaugung mit HSHT-Glasfaser-Verst\u00e4rkung gefertigt.<\/span><\/p>\nOft wird Herr Daubenmaier gefragt, wie man den 3D-Druck bei sich implementieren k\u00f6nnte. Dabei denken sie an eine 1-zu-1 Umsetzung. \u201eAber manchmal muss man eben umdenken, damit man das volle Potenzial der Additiven Fertigung nutzen kann!\u201c Auch das Vorurteil, dass Kunststoffteile nicht stabil genug seien, konnte ASS Luippold mit einem spontanen Versuch widerlegen: F\u00fcr eine Maschine wurden Zahnrad-Ersatzteile ben\u00f6tigt. Diese konnten nicht so schnell beschafft werden, also haben sie diese gedruckt und mit Carbon-Endlosfaser verst\u00e4rkt. Die Zahnr\u00e4der wurden im Dezember 2018 eingebaut und die Maschine l\u00e4uft seitdem mit Kunststoffzahnr\u00e4dern ohne Ausf\u00e4lle! <\/span><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div>
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Die Zukunft<\/span><\/h2><\/div><\/div>
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Dienstleistung mit Konstruktionsangebot<\/strong><\/span><\/p>\nJedes Unternehmen hat das Potenzial, die Additive Fertigung erfolgreich einzusetzen. Wenn man einmal angefangen hat, fallen einem immer mehr M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Anwendungen ein. Wichtig ist, dass das ganze Unternehmen integriert wird, so dass alle Abteilungen Hand in Hand mit dieser Innovation arbeiten k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\nBei ASS Luippold soll in naher Zukunft nicht nur die Entwicklung der Robotergreifer weiter vorangetrieben, sondern auch noch mehr Blech- und Fr\u00e4steile durch den 3D-Druck ersetzt werden.<\/span><\/p>\n\u201eWir wollen den Bereich der Dienstleistung weiter ausbauen und unsere Kunden mit einem auf Additive Fertigung spezialisierten Konstruktionsangebot kompetent beraten. Dann werden wir auch weitere 3D-Drucker anschaffen, um noch breiter f\u00fcr Lohnauftr\u00e4ge aufgestellt zu sein.\u201c<\/span><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>
\u201eDie Zahnr\u00e4der wurden im Dezember 2018 eingebaut und die Maschine l\u00e4uft seitdem mit den gleichen Kunststoffzahnr\u00e4dern ohne Ausf\u00e4lle!\u201c<\/em><\/span><\/strong>
\n\u2013 Elmar Daubenmaier, Konstruktions- und technischer Leiter bei ASS Luippold<\/em><\/span><\/strong><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>
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